Die Zauneidechse - zwischen Licht und Schatten. Ina Blanke
Details zum Inhalt:
Die Zauneidechse ist nicht nur in Deutschland weit verbreitet, sondern besiedelt ein riesiges Gebiet, das weite Teile Eurasiens umfasst. In diesem Siedlungsgebiet, aber auch zwischen und innerhalb verschiedener Populationen tritt eine Fülle von Variationen auf. Diese Unterschiede zeigen sich unter anderem im Sozialverhalten, in Aktivitätsmustern und bei der Raumnutzung; sie wirken beinahe so vielfältig wie die Rückenzeichnung der Eidechsen.Diese aktualisierte und ergänzte Neuauflage fasst den Kenntnisstand über die Zauneidechse zusammen. So werden die äußeren Merkmale, die Systematik und das Verbreitungsgebiet vorgestellt. Die Schwerpunkte liegen auf der Habitatökologie, der Fortpflanzungsbiologie und dem Schutz der Art. Der Leser begleitet das "Eidechsenjahr" - mit Winterquartieren und Kältetoleranz, der Ernährung im Jahreslauf, Fortpflanzungsstrategien, Sozialverhalten und vielem mehr.
Aus der Einleitung zur 2. Auflage:
Mit der hier vorlegten zweiten Auflage der "Zauneidechse zwischen Licht und Schatten" möchte ich zu einem verbesserten Verständnis der Zauneidechse und ihrer Ökologie beitragen und zu vermehrten Freilandforschungen und Schutzbemühungen anregen.
Mit der ersten Auflage der "Zauneidechse" gelang es anscheinend, einen kleinen Boom in der Zauneidechsenbeobachtung und -forschung anzuregen. Etliche der daraus resultierenden Ergebnisse finden sich nun in dieser Neubearbeitung. Spannende Befunde stammen dabei sowohl aus der "Wildnis" als auch von in Gärten lebenden Zauneidechsen. Neben diesen neuen Daten gingen auch neu "entdeckte" Publikationen in die Überarbeitung ein. In Abhängigkeit vom verbesserten Wissensstand wurden einige der ursprünglichen Texte nur behutsam ergänzt und aktualisiert, andere Abschnitte weitgehend überarbeitet oder komplett neu erstellt.
So wurden die Ausführungen zur Systematik und Verbreitung ausgebaut. Die aktuelleren Studien zur Biologie der Art fügen sich recht gut in den bisherigen Kenntnisstand ein. Gleichwohl gilt nach wie vor, dass die nähere Beschäftigung mit einzelnen Beständen von Lacerta agilis immer wieder Besonderes zum Vorschein bringt und zu neuen Facetten unseres Bildes der Zauneidechse beiträgt. Neuere Daten machten es möglich, einzelne Teilaspekte eingehender zu beleuchten, was sich teilweise auch in neuen Unterkapiteln niederschlug. Notwendig waren Ergänzungen auch bei den Gefährdungsursachen. Im Rahmen des letzten Kapitels werden die neuen gesetzlichen Regelungen zum Schutz der Zauneidechse erläutert und aktuelle Beispiele aus dem praktischen Artenschutz vorgestellt. Insgesamt gingen mehr als 150 neue Quellen in die Überarbeitung ein. Für diese stellte der Laurenti-Verlag 16 zusätzliche Druckseiten zur Verfügung.
Inhaltsverzeichnis:
Einleitung
Beschreibung und Systematik: Namen, Färbung, Zeichnung und Beschuppung, Morphometrische Daten, Systematik und Phylogenie
Verbreitung: Das Gesamtareal, Verbreitung in Eurasien, Verbreitung in Deutschland
Die Lebensräume im Detail: Generelle Ansprüche an das Habitat, Sonnenplätze, Rückzugsquartiere, Eiablageplätze und Winterquartiere, Vegetation und Biotoptypen
Jäger und Gejagte: Ernährung der Zauneidechse (Beuteerwerb und Jagdmethoden, Beutespektrum, Nahrungsmenge, Wasseraufnahme), Widrigkeiten: Prädatoren, Parasiten, Verletzungen (Die Antiprädationsstrategie der Zauneidechse, Autotomie, Prädatoren, Sonstige Verletzungen, Parasitenbefall)
Aktivitätsmuster und Phänologie: Temperatur und Aktivität - Thermoregulation, Tagesaktivität, Phänologie, Überwinterung
Fortpflanzungsbiologie: Die Paarungszeit (Zeitraum der Paarungen, Sozialverhalten der Männchen zur Fortpflanzungszeit, Das Paarungsgeschehen), Geschlechtsreife und Fortpflanzungsaufwand (Geschlechtsreife und Teilnahme an der Reproduktion, Fortpflanzungsaufwand und Gelegegrößen), Von der Eiablage zum Schlupf (Zeitraum der Eiablagen, Eiablage und Brutpflege, Lage und Struktur von Eiablageplätzen, Eizeitigung und Schlupf)
Raumnutzung: Strategien der Raumnutzung, Aktionsräume von Zauneidechsen, Wanderungen und Ausbreitungspotenzial
Populationsbiologie: Altersklassen und Wachstumsraten, Lebenserwartung und Mortalitätsraten, Populationsstruktur, Populationsgrößen und -dichten, Dispersion, Mindestareale
Gefährdung: Bestandssituation und Rote Listen, Ursachen des Rückgangs (Verlust von Lebensräumen, Lärmschutzwände, Isolation von Lebensräumen, Manipulation von Populationen, Weitere Gefährdungsfaktoren)
Schutz: Rechtliche Grundlagen, Die Zauneidechse als Indikator- und Leitart, Pflegemaßnahmen, Entwicklung und Sicherung von Lebensräumen, Maßnahmen bei drohenden Habitatvernichtungen
Literatur, Register.
Rezensionen zur ersten Auflage:
"Wer sich in irgendeiner Weise mit der Zauneidechse beschäftigt - (...) - wird und sollte dieses Buch nicht umgehen. Es lohnt sich." - Rautenberg, S. (2005): Mitt. sächs. Feldherpetologen Ichthyofaunisten: 53.
"(...) stellen sie auch für Terrarianer wichtige Literatur dar, um ihre Pfleglinge besser zu verstehen und ihnen optimale Unterbringungsmöglichkeiten bieten zu können. (...) Damit gehören diese (...) nicht nur auf den Schreibtisch von eidechsenbegeisterten Feldherpetologen und Wissenschaftlern, sondern auch von Terrarianern, die europäische Eidechsen halten und/oder züchten (wollen)." - Lutzmann, N. (2005): Draco "Eidechsen". - Münster, 6 (1): 88-89.
"Ich empfehle dieses Buch allen, die alles Wissenswerte über die Zauneidechse und ihren Lebensraum erfahren wollen." Hallermann, J. (2004): Reptilia, Münster, 9 (5): 93-94.
"Wer sich umfassend über Ökologie und Schutz der Zauneidechse informieren möchte, sei es als Grundlage für die Naturschutzplanung, sei es für eigene Forschungsarbeiten, dem kann ich Frau Blankes Arbeit vorbehaltlos empfehlen." Völkl, W. (2004): elaphe, Rheinbach, 12 (3): 17.





















